Hallwiler Schulhaus evakuiert (WK 2015)

Hallwiler Schulhaus evakuiert (WK 2015)

Hallwiler Schulhaus evakuiert (WK 2015)

Diesen Schultag werden rund 60 Hallwiler Schüler und Kindergärtler so schnell nicht vergessen. Kaum hatte der Unterricht begonnen, wurden sie von Zivilschützern aus den Klassenzimmern geführt und in Zweierkolonne durch die Unterführung zum Bahnhof begleitet.

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Von dort fuhr die Kinderschar in Begleitung ihrer Lehrer mit der Seetalbahn nach Seon. In der Turnhalle registrierte ein weiteres Team von Zivilschützern die Namen aller Kinder. Die Evakuierungsübung des diesjährigen Herbstwiederholungskurses der ZSO Seetal war damit noch nicht zu Ende: Die Schüler und Kindergärtler wurden rund vier Stunden betreut; dies mit Sport und Spielen in der Turnhalle, in dessen Vorraum das Mittagessen serviert wurden. Im alten Singsaal wurde parallel dazu der Unterricht fortgesetzt. Gruppenweise gab es zudem Führungen durch die Seoner Zivilschutzanlage. „Alles hat bestens geklappt; von der Evakuierung über die Betreuung bis zur Verpflegung der Kinder“, sagt Pascal Müller, Kommandant der ZSO Seetal, der elf Gemeinden angehören.

Nebst der Evakuierung standen die Seetaler Zivilschützer im diesjährigen Wiederholungskurs in mehreren Verbandsgemeinden im Einsatz: In Leutwil wurde ein Teil des Schulhausplatzes saniert und in Seengen der Wanderweg vom Eichberg zum Tanzplatz saniert. Dabei übten die Zivilschützer den Einsatz von Werkzeug und Maschinen. Schweres Gerät kam auch hinter dem Seenger Schulhaus zum Einsatz, wo in einem Hindernislauf unter anderem das Auspumpen eines Raumes und die Installation von Notstrom geübt wurde sowie die Beleuchtung eines Tunnels. „Wir wollen auf diese Weise sicherstellen, dass jeder in der Unterstützung eingeteilte Zivilschutzangehörige die Geräte und Maschinen fehlerfrei bedienen kann und die Sicherheitsvorschriften kennt“, erklärt Pascal Müller.

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Um Vorschriften ging es auch beim Einsatz in Sarmenstorf. Dort wurden die Notfalldokumentation der Zivilschutzanlage aktualisiert sowie die privaten Schutzräume in der Gemeinde kontrolliert. Dabei erfassten die Zivilschützer Mängel. Die Positionen der Arbeitsgruppen in den Gemeinden wurden im Kommandoposten Seon koordiniert, wo auch Kartenmaterial aktualisiert und die Übermittlung über Funk und Kabel geübt wurde.